Mit einer komplett neuen Veranstaltungsform diskutierte die CSU Neutraubling gemeinsam mit Bürgern und Experten über die zukünftigen Herausforderungen für Neutraubling. Unter dem Motto „Deine, Meine, Unsere Zukunft“ lud die CSU zu einem besonderen Abend in das Autohaus Neutraubling ein. Das Organisationsteam mit Alfons Raith, Wolfgang Kessner, Gisela Kokotek und Roman Reinisch zeigten sich vom großen Zuspruch überwältigt. Über 70 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen spannenden Abend. Stadtratskandidat Georg Wilfling sorgte mit zahlreichen Scheinwerfern und vielen Metern Kabel für ein blau eingeleuchtetes Autohaus Neutraubling und damit für ein besonderes Ambiente.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Alfons Raith übernahm Stadtrat Philipp Ramin die Moderation des Abends. Er betonte, dass es in Neutraubling noch viele Entwicklungsmöglichkeiten gebe und man hierfür die unterschiedlichen Meinungen der Bürger bräuchte.

Mit Franz Ehl (Otto Lehman GmbH), Heinz Kiechle (1. Bürgermeister), Rosemarie Miller (Sozialstation), Horst Pressler (Verkehrsplaner) und Klaus Reinisch (BGC Neutraubling) war das Podium vielseitig besetzt. Die ersten Fragen zielten vor allem auf die Verkehrsentwicklung in und um Neutraubling ab. Einigkeit herrschte unter allen Teilnehmern darüber, dass die großen Verkehrsprobleme nur über Gemeinde- und Stadtgrenzen hinweg gelöst werden könnten. Für Franz Ehl ist eine Sicherung der Leistungsfähigkeit unserer Straßen eine wichtige Voraussetzung, damit Unternehmen sich auch weiterhin in Neutraubling ansiedeln. Verkehrsexperte Horst Pressler bestätigte ebenfalls die Notwendigkeit neuer Konzepte. Eine deutliche Entzerrung des Verkehrs könnte beispielsweise durch eine Westumgehung um die Gärtnersiedlung erreicht werden. Auch über eine großräumige Umfahrung im Osten Neutraublings müsse nachgedacht werden, so Bürgermeister Kiechle. Das große Interesse am Thema Verkehr zeigte sich auch an den zahlreichen Publikumsfragen. So erkundigte sich ein Anwohner aus dem neuen Baugebiet „Kreuzbreite“ über Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung. Auch die innerörtliche Parkplatzsituation wurde diskutiert.

Trotz der wirtschaftlich guten Lage gibt es aber auch im sozialen Bereich Verbesserungspotenziale in Neutraubling. Rosemarie Miller betonte, dass die Nachfrage nach Tagespflege immer mehr ansteige, da Familien auch in Neutraubling mit diesem Thema überfordert seien. Kleinere Anregungen wie die weiterhin konsequente Absenkung von Bürgersteigen konnten durch Bürgermeister Heinz Kiechle direkt vor Ort zugesagt werden. Die Notwendigkeit nach Unterstützung im Seniorenbereich bestätigte auch die Sprecherin der Bürgerhilfe Rosalinde Kraus.

Die Situation der Vereine schätzte Klaus Reinisch insgesamt sehr positiv ein. In Neutraubling gebe es nach wie vor viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und auch die Stadt unterstütze die Vereine durch vielseitige Maßnahmen. Eine große Herausforderung ist aus Sicht von Klaus Reinisch, zukünftig auch verstärkt junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Richard Irro wünschte sich, dass sich Bürger auch unabhängig vom eigenen Vorteil für ehrenamtliche Arbeit einsetzen. Die Idee von Gerald Nierlich, Vereine bei bürokratischen Aufgaben stärker zu unterstützen, nahm Bürgermeister Kiechle mit Interesse auf seinem Notizzettel auf. In einer weiteren Wortmeldung aus dem Publikum betonte Engelbert Harteis von der TSV-Tanzsportabteilung die angespannte Hallensituation aufgrund der Ganztagsschulen.

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde das Thema Wohnraum aufgegriffen. Rosemarie Miller stellte fest, dass es vor allem für zugezogene Bürger, die keinen eigenen Wohnraum besitzen, zunehmend schwierig werde, passende und bezahlbare Mietwohnungen zu finden. Bürgermeister Kiechle erläuterte in diesem Zusammenhang die derzeitigen Bemühungen der Stadt Neutraubling.  Reges Interesse war auch beim Thema Mehrgenerationen-Wohnen anhand von zahlreichen Fragen aus dem Publikum zu vernehmen.

Zum Abschluss der Diskussion wünschten sich die Podiumsteilnehmer eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Stadt Neutraubling sowie eine starke Zusammenarbeit bei den zukünftigen Herausforderungen.

Die CSU Neutraubling bedankt sich bei allen Teilnehmern und Besuchern sowie besonders bei Anton Stingl vom Autohaus Neutraubling für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.