Liebe Anwesende,

unsere bereits mit „Kultstatus“ versehene Veranstaltung soll dazu dienen, ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Letztes Jahr wurde dieses Neujahrsgespräch ja durch den großen CSU-Landkreis-Empfang ausgesetzt.

 

 

Gestatten Sie mir einen kleinen Rückblick auf 2011 und einen Ausblick auf das kommende Jahr. Nachdem wir 2009/2010 das Wort KRISE als das beherrschende Wort hatten und wir uns eigentlich schon am Ende des Tunnels sahen, wurden wir trotz vieler positiver Ereignisse und einer guten wirtschaftlichen Entwicklung leider 2011 von diesem Wort, verbunden mit vielen Katastrophen, wieder eingeholt. Manche sogenannte Krisen sind sicher durch zuviel Pessimismus und Zukunftsängste verursacht worden, aber es gab trotzdem viele beängstigende Ereignisse, die uns nachhaltig belastet haben und deren Auswirkungen wir noch lange spüren werden. Ich werde kurz auf einige Ereignisse eingehen.

Die Debatte um die Euroschuldenkrise hatte uns fest im Griff. Viele Regierungschefs gefährdeter Euroländer mussten gehen und die Sparanstrengungen der Verantwortlichen verlangen von den Bürgern teilweise gravierende Einschnitte. Diese Eurokrise wird uns noch lange beschäftigen.

Liebe Gäste!

Es war aber vor allem eine Katastrophe, die viele Menschen nicht für möglich gehalten haben: Fukushima. Dieses Ereignis hat –und ich hoffe nachhaltig- die Welt verändert. Die Welt hielt monatelang den Atem an und verfolgte mit Angst die Ausweitung der Reaktorkatastrophe, aber auch mit Bewunderung die Haltung und den Mut des japanischen Volkes.

Alfons Raith

In einigen arabischen Ländern wurden durch Demonstrationen und Volksaufstände Despoten und Diktatoren hinweggefegt. Hoffen wir, dass sich die gemäßigten Kräfte in den Ländern durchsetzen und nicht eine Diktatur durch eine andere ersetzt wird. Das zarte Pflänzchen Demokratie braucht viel Geduld. 

Norwegen erlebte traurige Tage des Schreckens durch die Tat eines rechtsradikalen jungen Mannes, der viele junge Menschen in den Tod riss. Wir erlebten aber auch die Menschen dieses Landes, wie sie in diesen schicksalhaften Tagen zusammen standen und gemeinsam trauerten, sich aber auch Mut machten.

Deutschland wurde in den letzten Monaten zwar nicht von einem Erdbeben, aber trotzdem von Ereignissen erschüttert, die einen Angriff auf unsere Demokratie darstellen. Die Abkürzung dieser Schande heißt: NSU (Nationalsozialistischer Untergrund). Ein kriminelles Netzwerk von rechtsextremen Terroristen beging in den vergangenen Jahren viele Morde an hier lebenden Ausländern und einer Polizistin. Die Arbeit der Sicherheitsbehörden kam stark in die Kritik und die Versäumnisse müssen unbedingt lückenlos aufgeklärt werden.

Es gäbe noch viele Themen anzusprechen, aber vergessen wir nicht die  vielen positive Ereignisse, die persönlichen und menschlichen Gegebenheiten des vergangenen Jahres.

In erster Linie ist es die boomende Wirtschaft, flankiert von Maßnahmen der Politik und unsere zuversichtlichen Bürger. Wir haben weiterhin einen Rückgang der Arbeitslosen und eine steigende Binnenkonjunktur. Trotz Eurokrise und Horrormeldungen über hoch verschuldete Staaten lässt sich unsere Bundeska

 

nzlerin nicht beirren und macht einen echt guten Job. So sehen es viele ausländische Journalisten und Fachleute.



Meine sehr verehrten Damen und Herren,

unsere Stadt Neutraubling  wurde 2011 60 Jahre alt. Verglichen mit unserem Nachbarn Regensburg befinden wir uns zwar noch im Vorschulalter, haben aber mit unserer prosperierenden Wirtschaft, mit dem Fleiß unserer Bürger, mit unserem Gemeinschaftssinn einige Klassen übersprungen und können Stolz auf uns sein. Und die Bürger haben bei den Festlichkeiten bewiesen, dass sie ehrlich stolz auf ihre Stadt sind, dass in den vergangenen Jahrzehnten aus Trümmern eine blühende Heimat für viele geworden ist.

Das Jahr 2011 war auch für die CSU Neutraubling ein gutes Jahr und wir konnten in der Stadthalle viele überregionale Veranstaltungen durchführen, vom Besuch des Landtagspräsidiums über den Bezirksparteitag, vom Neujahrsempfang der Kreis-CSU bis hin zur 40-Jahr-Feier der FU. Die Beteiligung unseres Ortsverbandes an den meisten Veranstaltungen anderer Vereine und der Stadt  zeigte eine sehr aktive CSU und dies wollen wir auch fortsetzen. Wir wollen das politische Handeln aus sozialer Verantwortung heraus gestalten und das geht nur mit engagierten Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren, einbringen –auch wenn Kompromisse nötig sind – die in unserer Gemeinschaft hervorragendes leisten, Visionen haben und unser Leben, unsere Heimat mitgestalten. Der ehem. OB Deimer aus Landshut sagte: Das Ehrenamt ist die Lücke zwischen Einzelwohl und Gemeinwohl.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht seine Arbeitskraft oder die Renditen!


Liebe Gäste und Freunde,

 

auch heuer wollen wir die Tradition fortsetzen und Ihnen wieder neue Gesichter und Menschen mit neuen Aufgaben und Funktionen vorstellen. Weil wir  uns mitten in der Faschingssaison befinden, freut es uns, dass uns das Kinderprinzenpaar Raphael I und Verena I der Faschingsgesellschaft Saturnalia  in unserer Mitte weilt und für etwas Farbe sorgt.

Die neue TSV-Vorsitzende Frau Dremes befindet sich im Urlaub. Ich begrüße aber den Stellvertreter Herrn Andreas Ehmann. 

Ich darf auch den neuen Leiter der Polizeiinspektion Neutraubling, Herrn EPHK Josef Kugelmeier vorstellen, der seit September 2010 im Amt ist. 

Die Spardabank Neutraubling, längst eine Erfolgsgeschichte wird  seit April von Frau Tanja Lack geführt. Sie sehen schon, dass in Neutraubling jede Menge Frauenpower angesagt ist.

Liebe Gäste!

Mit einem Spruch am Rathaus von Ingolstadt möchte ich schließen und Ihnen und Ihren Angehörigen im Namen der CSU Neutraubling ein gesundes, zufriedenes und von Gott gesegnetes Neues Jahr wünschen.