Der Stadtrat Neutraubling hat sich in der Sitzung vom 29.09. gegen die Sanierung des alten Hallenbads und für einen Neubau anderenorts ausgesprochen. Begründet ist dies durch unverhältnismäßige Kosten bei der notwendigen Sanierung des Bestandsobjekts von über 7,5 Millionen Euro. Die Kosten für eine komplette Neuerrichtung werden -abhängig der Ausstattung- auf 9 bis 15 Millionen Euro geschätzt.

Um diese Summe zielgerichtet zu investieren, hat die CSU Neutraubling in einer Umfrage die Wünsche und Erwartungen der Neutraublinger Bürgerinnen und Bürger gesammelt. Anregungen daraus werden im Rahmen des späteren Planungsprozesses durch die CSU-Fraktion in den Stadtrat eingebracht. Knapp 350 Teilnehmer stimmten in gut 3 Wochen über den Planungsumfang, insbesondere über einen zusätzlichen Frei,- und Wellnessbereich, sowie über Ausstattungsmerkmale des Bades mit ab.

 

„Die hohe Beteiligung an unserer Umfrage zeigt klar, wie sehr die Neutraublinger Bürgerinnen und Bürger am Neubau interessiert sind. Es ist wichtig, die breite Meinung zu sammeln, um nicht am Bedarf und der Nachfrage der Bevölkerung vorbei zu planen. Am Ergebnis ist deutlich zu erkennen, dass eine hohe Erwartungshaltung gegenüber einem Neubau besteht. Durch Hinweise aus der Umfrage sind wir auf weitere Ausstattungsmerkmale gestoßen, die man sonst vielleicht gar nicht auf der Agenda hätte“.

 

Philipp Ramin

(Vorsitzender der Stadtratsfraktion)

 

 

 

http://csu.ju-neutraubling.de/images/Artikel/2016Hallenbad/Freibereich.jpgPrimär sollte der Bedarf ermittelt werden, ob das Hallenbad nach jetzigem Vorbild ausschließlich überdachte Becken oder -trotz der bereits vorhandenen Freigewässer, wie etwa dem Guggenberger See- auch mit einer Außenanlage geplant werden sollte. Die Entscheidung war eindeutig: Knapp dreiviertel der Teilnehmer votierten für einen Anlagenteil unter freiem Himmel. Die konkreten Anforderungen an diesen waren jedoch sehr unterschiedlich. Neben Forderungen einzelner nach einem ausschließlichen Liegebereich mit Kinderbecken wurde von anderen der Wunsch nach Sportschwimmbecken mit Sprungturm und Rutschenpark, Nackendüsen und Sprudelbecken geäußert. Grundsätzlich ist aber -auch herbeiführt durch die zunehmenden Besucherzahlen an den Badeweihern in und um Neutraubling- eine starke Nachfrage nach weiteren unüberdachten Bademöglichkeiten erkennbar.


 

Eine große Mehrheit zeigt sich zudem an einem Wellness-Bereich interessiert. 82% der Teilnehmer befürworteten die Einplanung eines solchen zu prüfen. Speziell das schon im alten Hallenbad etablierte Dampfbad soll beibehalten, jedoch im Umfang erweitert werden. Preispolitisch besteht die Forderung, die Eintrittspreise des üblichen Schwimmbetriebs von denen einer Wellness-Landschaft zu trennen. Die CSU-Fraktion wird sich dem anschließen und grundsätzlich für die Beibehaltung einer familienfreundlichen Preispolitik votieren. Die moderaten Preise der alten Einrichtung für alle Kernangebote erlauben es allen Bürgerinnen und Bürgern das Hallenbad auch kurzzeitig und regelmäßig zu besuchen.

 


 

Bei der Abfrage weiterer Ausstattungsmerkmale haben sich keine Überraschungen ergeben. Großes Verlangen besteht nach einem Kinderbecken (68% der Befragten) und einer Wasserrutsche (60%). Rund dreiviertel der Teilnehmer wünschen ein Restaurant (71%). Randläufig hat sich ein breites Feld für ein 50m-Sportbecken, sowie die Beibehaltung der Kegelanlage ausgesprochen.

 

 

Die CSU versteht sich als „Mitmach-Partei“, die in Bürgergesprächen, Radtouren und auch schon früher mit dem Bürgerforum "Meine, Deine, Unsere Stadt“ die Themen aufgegriffen hat, die Bürgerinnen und Bürger tagtäglich bewegen. Mit der Umfrage hat die CSU konkrete Bürgerwünsche gesammelt und wird diese in den Planungsprozess mit einbringen.

 

 

Die Pressemitteilung im Download gibts hier.