Der 41. Politische Aschermittwoch fand dieses Jahr wieder am Donnerstag statt. Ortsvorsitzender Alfons Raith durfte den Europaabgeordneten und Vorsitzenden der CSU-Zukunftskommission Manfred Weber als Hauptredner begrüßen. 

 

Ebenso freute er sich über die Anwesenheit von MdL Sylvia Stierstorfer. Eine Vielzahl von interessierten Besuchern war gekommen, um den noch jungen Politiker Manfred Weber aus Niederbayern zu hören. 

In seinen Einführungsworten zitierte Alfons Raith auch einige Aussagen Webers, kommentierte kurz das Thema „zu Guttenberg“, die neuen Krisen in Nordafrika und der arabischen Welt, sprach über Innovation und Bildung.

Manfred Weber eröffnete seine Rede mit ein paar Worten zum Ausscheiden von K.-T. zu Guttenberg. 

Er wolle nichts schönreden, Guttenberg habe Fehler begangen. 

Er betonte aber, dass beispielsweise Guttenberg als Wirtschaftsminister durch seine Ablehnung der Opel-Rettung dem Steuerzahler viele Milliarden Euro gespart habe. 

Auch als Verteidigungsminister habe er als erster den Krieg beim Namen genannt. 

Weber hinterfragte hier die Maßstäbe, wenn Politiker anderer Parteien, von Moral, Anstand und Glaubwürdigkeit reden würden. 

Müssen wir uns von einem Jürgen Trittin, der heute zum Ausschottern von Gleisen und zur Teilnahme bei Krawalldemonstrationen aufrufen würde, obwohl er als früherer Umweltminister für diese Castortransporte zuständig war. Von einem Gysi, der inoffizieller Mitarbeiter der Stasi war und einem System gedient hatte, das seine eigenen Bürger unterdrückte und auf Flüchtlinge schießen lies, belehren lassen, was Glaubwürdigkeit und Moral ist? „Wo bleibt denn da der Aufschrei in unserem Land?“ In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Weber dann die vier Säulen des CSU-Grundsatzprogramms: Christlich, sozial, liberal und konservativ.

Unter Zugrundelegung vieler realer Beispiele erklärte er auch klar und deutlich, dass die Leiharbeit genauso bezahlt werden müsse, wie die Regelarbeit.

Er setze sich für EU-Vorgaben hinsichtlich der Bonuszulagen der Bankiers ein und prangerte das Unverhältnis zwischen dem Einkommen und den bereits wieder gezahlten Bonuszulagen an.

Besonders stark machte er sich für die Unterstützung der Familien und lobte Bayern für das eingeführte Erziehungsgeld. 

 

Zum Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) zeigte Weber als christlich-sozialer Politiker Flagge: Er lehne die PID aus ethischen Gründen ab. Weiter ging er auf Themen wie Integration, aber auch freie Religionsausübung ein. 

Zu bestimmten EU-Verordnungen, die manchen Bürgern nicht unbedingt auf den ersten Blick verständlich erscheinen würden, konnte er als Europaabgeordneter und stellvertr. Vorsitzender der EVP-Fraktion (die größte im Europaparlament) Stellung beziehen. Es würden kaum neue Gesetze verabschiedet, es ginge in der Hauptsache um Egalisierung der einzelnen Ländergesetze. 

Im Anschluss an die mit großem Beifall aufgenommene Ansprache stellte sich Manfred Weber noch der Diskussion mit den Besuchern. 

Vorsitzender Alfons Raith bedankte sich zum Schluss bei dem Europaabgeordneten mit einem Geschenkkorb gefüllt mit typischen Produkten unserer Gegend.