Die CSU-Fraktion im Stadtrat Neutraubling sowie die Vorstandschaft des CSU Ortsverbandes Neutraubling unterstützen mit Nachdruck das Vorgehen des Bürgermeisters Kiechle hinsichtlich der Umsetzung der Badeordnung im städtischen Hallenbad Neutraubling.



Es ist gerade zu paradox, den Verantwortlichen der Stadt Neutraubling rassistisches oder diskriminierendes Gedankengut zu unterstellen. Jeder, der die Stadt nur ein wenig kennt oder sich vor Ort ehrenamtlich betätigt, weiß wie viel Engagement – sei es in kultureller, finanzieller oder ideeller Hinsicht – die Stadt Neutraubling gegenüber Migranten und Flüchtlingen aufbringt. Beispielsweise hat die Stadt Neutraubling und insbesondere Bürgermeister Kiechle der Flüchtlingsunterkunft in Neutraubling mit Überzeugung und ohne Zögern zugestimmt.

Neutraubling beweist seit Jahrzehnten, wie das Zusammenleben von über 80 Kulturen weitestgehend unproblematisch funktionieren kann. Gerade auch das Zusammenwirken mit der islamischen Gemeinde funktioniert gut. Damit hat die Stadt vielleicht sogar im Gegensatz zu zahlreichen anderen Kommunen im Bundesgebiet einen Vorbildcharakter für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen.

In diesem Zusammenhang beobachten wir auch mit Unverständnis, mit welcher Arroganz einige Verfasser von Leserbriefen sowie einige Journalisten von überregionalen Medien aus der Ferne diesen Sachverhalt beurteilen. Dabei wird mit unnötigen und unsachlichen Zuspitzungen und mit einem teils deutlich negativen Unterton auf die Stadt Neutraubling herabgeschaut, ohne die Bedingungen vor Ort nur im Ansatz zu kennen.

Ich lade daher all jene Kritiker und Journalisten ein, das anstehende Bürgerfest oder das im kommenden Jahr wieder stattfindende Kulturfest in Neutraubling zu besuchen, um zu sehen wie gelungene Integration auf Basis einer eigenen starken Identität und Kultur hervorragend funktionieren kann.

Integration bedeutet eben nicht, dass zunehmend mehr Regeln, Werte und Überzeugungen, die sich aus der Tradition unserer abendländischen Kultur ableiten, unter dem Druck einer Minderheit und durch überstrapazierte politische Korrektheit aufgegeben werden müssen. Toleranz sollte nicht unter dem Deckmantel der Integration als einseitiges Konzept missbraucht werden, das nur in eine Richtung gilt. Toleranz bedeutet das Einbinden von Menschen, aber gleichzeitig auch die Gepflogenheiten in einem Kulturkreis vor Ort zu respektieren und sich diesen bis zu einem gewissen Grad auch anzupassen. Damit gilt es auch zu respektieren, wenn Badegäste den in keiner Weise etablierten oder traditionellen Burkini kritisch gegenüber stehen.

Unabhängig von der Frage, welches Material für einen Burkini geeignet erscheint oder nicht und welche hygienischen Gesichtspunkte dabei zu beachten sind, müssen wir auch die Frage stellen dürfen, durch welche Werte und Regeln unser öffentliches Leben zukünftig beeinflusst werden soll. Die Errungenschaften der Aufklärung und unsere demokratische Grundordnung (z. B. Gleichstellung der Frau!) scheinen in diesem Zusammenhang nicht mehr selbstverständlich zu sein.

Deshalb sieht die Stadtratsfraktion der CSU keinen weiteren Handlungsbedarf im Bezug auf die bestehende Regelung im Hallenbad Neutraubling. Forderungen nach einem eigenen Frauenbadetag für Muslimas halten wir nicht nur für überaus kontraproduktiv im Sinne einer gelungenen Integration, sondern auch als weiteren Schritt in Richtung Parallelgesellschaften. 

Wir sehen uns dabei auch durch das sehr große positive Feedback von vielen Neutraublinger Bürgern, aber auch durch Rückmeldungen aus ganz Deutschland in unserer Haltung bestätigt.

 

Philipp Ramin

Fraktionsvorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion

 

 

Für die gesamte Stadtratsfraktion sowie für die gesamte Vorstandschaft der CSU Neutraubling:

CSU-Stadtratsfraktion

CSU-Vorstandschaft

Philipp Ramin
(Fraktionsvorsitzender im Stadtrat)

Christian Matz
(CSU-Ortsvorsitzender)

Wolfgang Kessner
(Stellv. Fraktionsvorsitzender im Stadtrat)

Wolfgang Kessner

Gisela Kokotek
(2.Bürgermeisterin)

Maik Nierlich

Richard Irro

Georg Wilfling
(JU-Ortsvorsitzender)

Rosalinde Kraus

Bernd Willum

Heiner Mathy

Sonja Nierlich

Christian Matz

Evi Sauer

Michael Melcher

Franz Blüml

Alfons Raith

Johannes Gaugler

Sabine Zink

Sabine Zink

 

Maria Heil

 

Alexander Lang

 

Peter Lex

 

Werner Kroll

 

Roman Reinisch

 

Michael Staier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stellungnahme zum Download finden Sie hier.